Boizenburger Fliesenfabrik GmbH & Co. KG

Insolvenz durch zu niedrige Stückpreise

Wenn ein Unternehmen nicht kostendeckend produzieren kann und die Hausbank keine weiteren Kredite gewährt, ist eine Insolvenz unvermeidbar.

Insolvenzverwalter

Ulrich Rosenkranz

BRRS Standort

Hamburg

Amtsgericht

Schwerin

Verfahren

Regelinsolvenzverfahren

Key Facts

Keramikproduktion und -vertrieb in Deutschland, Europa, Russland 257 Mitarbeitende

Ergebnis

Erhalt aller Arbeitsplätze

Zeitraum

Start: 2008

Ausgangssituation

Im Jahr 1999 gegründet und international tätig erwarb das Unternehmen aus dem Gesamtvollstreckungsverfahren Boizenburg Gail Inax AG das Fliesenwerk in Boizenburg. Eigentlich eine gute Ausgangsposition, um neu durchzustarten. Mit erheblicher finanzieller Unterstützung – auch des Landes Mecklenburg-Vorpommern – wurde die Produktion auf hochwertige Produkte umgestellt.

Um Umsatz zu generieren, vernachlässigte das Unternehmen den Fachhandel und belieferte stattdessen Baumärkte zu nicht kostendeckenden Preisen – ein klassischer Fehler bei zu stark fremdfinanzierten Unternehmen mit fachlich nicht kompetenter Geschäftsführung. So wurde das Unternehmen zahlungsunfähig, als die Hausbank keine weiteren Kredite zur Verfügung stellte.

Das Insolvenzverfahren

Insolvenzverwalter Ulrich Rosenkranz führte das Unternehmen drei Jahre lang mit einem Jahresumsatz von 22 Millionen Euro weiter. Parallel dazu suchte er nach einem Käufer und restrukturierte derweil Kosten, Prozesse und Personal. Letzten Endes gelang es ihm, einen Käufer zu finden, der alle Arbeitsplätze übernahm.

Das Ergebnis

Fortführung in der Insolvenz
Verkauf
Erhalt aller Arbeitsplätze
Abschluss: 2020

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